9. Tag - Sequenz-Training
Die Handbremse ist spürbar gelockert worden, das Training zieht an. Sequenztraining ist das, was landläufig Muckibude genannt wird. Verschiedene Geräte wie in einem Fitness-Studio, die man in vorgeschriebener Sequenz (= Dauer, Anzahl der Wiederholungen) zu betätigen hat. Es ist anstrengend, macht aber auch Spaß, weil man Muskeln betätigt, die ansonsten nichts zu tun haben. In meinem Fall sind die Übungen so gestaltet, dass die Rücken-, Arm- und Schultermuskeln beansprucht werden.
Auch die Coronargruppe habe ich gewechselt. Jetzt werden die Dünen am Strand hoch und runter gelaufen, danach Dehnung und Indiaca am Strand. Dazwischen wird der Puls gemessen. Man kommt trotz des kalten Wetters schnell ins Schwitzen.
Die Kur nähert sich dem an, was ich sportlicher Hinsicht erhofft hatte.
Abends Tischtennis. Herr G. aus Güstrow, der 80-jährige, heißt Walter und kommt ursprünglich aus Königsberg, wo er das Kriegsende sehr glücklich überlebt hat. Im Fernsehen läuft heute im ZDF eine Dokumentation über Stalingrad. Im Fahrstuhl spricht das einer an. Walter will es nicht sehen, er hat genug davon, sagt er.
Ich glaube, Königsberg wurde vom Führer zur Festung Königsberg erklärt, dass hieß. halten um jeden Preis. Wenn ich mich richtig erinnere, tat sich der örtliche Nazi-Chef mit Durchhaltparolen hervor. Wer kapitulieren wollte, wurde erschossen, der Nazi-Terror funktionierte bis zum Schluß. Der erste, der sich absetzte als die Russen dann kamen, war diese Nazi-Größe. Die ihm anvertrauten Menschen ließ er im Stich.

Ich selbst am 9. Tag der Kur kurz vor dem Mittagessen
Madame „Don King“ letzter Tag. Sie reist morgen früh ab. Schade, ich habe mich an sie gewöhnt. Die Tischkonversation war schon auf 5-6 Sätze angeschwollen. Zuletzt hat ihr das Mittagessen nicht geschmeckt. Die Bohnen waren kalt und zum Eisbein gab es Tomatensoße. Eisbein mit Tomatensoße, wo gibt’s denn so was? Auch beim Reha-Ergometer erregte eine Berlinerin sich über diese Zusammenstellung. Nicht etwa über das Essensangebot insgesamt, das ziemlich langweilig ist und das Niveau einer durchschnittlichen Kantine hat. Sondern über die Tomatensoße. Zum Eisbein gehört Sauerkraut!
Auch die Coronargruppe habe ich gewechselt. Jetzt werden die Dünen am Strand hoch und runter gelaufen, danach Dehnung und Indiaca am Strand. Dazwischen wird der Puls gemessen. Man kommt trotz des kalten Wetters schnell ins Schwitzen.
Die Kur nähert sich dem an, was ich sportlicher Hinsicht erhofft hatte.
Abends Tischtennis. Herr G. aus Güstrow, der 80-jährige, heißt Walter und kommt ursprünglich aus Königsberg, wo er das Kriegsende sehr glücklich überlebt hat. Im Fernsehen läuft heute im ZDF eine Dokumentation über Stalingrad. Im Fahrstuhl spricht das einer an. Walter will es nicht sehen, er hat genug davon, sagt er.
Ich glaube, Königsberg wurde vom Führer zur Festung Königsberg erklärt, dass hieß. halten um jeden Preis. Wenn ich mich richtig erinnere, tat sich der örtliche Nazi-Chef mit Durchhaltparolen hervor. Wer kapitulieren wollte, wurde erschossen, der Nazi-Terror funktionierte bis zum Schluß. Der erste, der sich absetzte als die Russen dann kamen, war diese Nazi-Größe. Die ihm anvertrauten Menschen ließ er im Stich.

Ich selbst am 9. Tag der Kur kurz vor dem Mittagessen
Madame „Don King“ letzter Tag. Sie reist morgen früh ab. Schade, ich habe mich an sie gewöhnt. Die Tischkonversation war schon auf 5-6 Sätze angeschwollen. Zuletzt hat ihr das Mittagessen nicht geschmeckt. Die Bohnen waren kalt und zum Eisbein gab es Tomatensoße. Eisbein mit Tomatensoße, wo gibt’s denn so was? Auch beim Reha-Ergometer erregte eine Berlinerin sich über diese Zusammenstellung. Nicht etwa über das Essensangebot insgesamt, das ziemlich langweilig ist und das Niveau einer durchschnittlichen Kantine hat. Sondern über die Tomatensoße. Zum Eisbein gehört Sauerkraut!
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