6. Tag – Kneipkur
Samstag ist frei, keine Anwendungen außer Schwimmen gehen, was freiwillig ist und was ich nicht gerne mache. Ich fahre stattdessen mit dem Bus übers Land nach Ribnitz. Es macht mir Spaß, so durch die winterliche Landschaft geschaukelt zu werden und meinen Gedanken nach zu hängen. Warum ist die Reha-Klinik so beliebt? Weil sie für die älteren Leute, und das sind ja 95 % der Gäste, ideal ist. Sie werden rundum versorgt, es ist mollig warm, die medizinische Betreuung ist gut, das Pflegepersonal freundlich, das Programm auf die Bedürfnisse der alten Leute abgestellt und die Geselligkeit ungezwungen. Offensichtlich geht es dem meisten mit ihren Gebrechen hier besser als zu Hause und so fühlen sie sich wohl, soweit das mit ihren Krankheiten überhaupt geht. Manche kommen extra auch über Weihnachten und Silvester, so wie meine Tischnachbarin, weil es immer so nett ist und sie nicht alleine zu Hause ist. Eine Frau ist schon das 14. Mal hier!
Ribnitz ist tote Hose, selbst am Samstag Vormittag. Mein Versuch, gegen 10 Uhr ein Café oder eine Gaststätte zu finden, um einen Kaffe zu trinken, scheitert. Im Vorraum eines Supermarktes ist eine kleine Bäckerei, da kann ich vor der Eiseskälte fliehen und einen Kaffe trinken. Nicht sehr romantisch. Ansonsten sieht man von der Hauptstraße in die Richtung auf den Bodden, das Wasser, und in der anderen Richtung auf Felder und Wiesen. Angeblich hat dieser Ort 16.000 Einwohner. Wo sind die? Ich treibe mich noch bis Mittag herum, esse ein Fischgericht und fahre wieder nach Ahrenshoop.

Dort trinke ich erst einmal einen leckeren Sanddornpunch, laufe am Strand entlang zur Klinik und lese ausgiebig die „Süddeutsche Zeitung“, die ich abonniert habe und die mir nachgeschickt wird. Mittagsschlaf. Abends ziehe ich dann durch den Ort, laufe bis Niehagen und finde dort eine anständige Dorfkneipe. Ich esse zwei gebratene Schollen und eine Riesenportion Bratkartoffeln. Sehr gut! Es wird laut durch den Raum gerufen, Bemerkungen gemacht und diskutiert, nicht aggressiv. Ich diskutiere, politisiere und trinke mit. Nach vier großen Bier (Rostocker Pils, gutes Bier) ist es dann genug, ich laufe wieder die vier Kilometer zur Klinik zurück und schlafe schnell ein.
Ribnitz ist tote Hose, selbst am Samstag Vormittag. Mein Versuch, gegen 10 Uhr ein Café oder eine Gaststätte zu finden, um einen Kaffe zu trinken, scheitert. Im Vorraum eines Supermarktes ist eine kleine Bäckerei, da kann ich vor der Eiseskälte fliehen und einen Kaffe trinken. Nicht sehr romantisch. Ansonsten sieht man von der Hauptstraße in die Richtung auf den Bodden, das Wasser, und in der anderen Richtung auf Felder und Wiesen. Angeblich hat dieser Ort 16.000 Einwohner. Wo sind die? Ich treibe mich noch bis Mittag herum, esse ein Fischgericht und fahre wieder nach Ahrenshoop.

"Katenhaus"
Dort trinke ich erst einmal einen leckeren Sanddornpunch, laufe am Strand entlang zur Klinik und lese ausgiebig die „Süddeutsche Zeitung“, die ich abonniert habe und die mir nachgeschickt wird. Mittagsschlaf. Abends ziehe ich dann durch den Ort, laufe bis Niehagen und finde dort eine anständige Dorfkneipe. Ich esse zwei gebratene Schollen und eine Riesenportion Bratkartoffeln. Sehr gut! Es wird laut durch den Raum gerufen, Bemerkungen gemacht und diskutiert, nicht aggressiv. Ich diskutiere, politisiere und trinke mit. Nach vier großen Bier (Rostocker Pils, gutes Bier) ist es dann genug, ich laufe wieder die vier Kilometer zur Klinik zurück und schlafe schnell ein.

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