18. Tag – Skat
Der Höhepunkt des heutigen Tages war zweifellos das abendliche Skatturnier. An sechs Tischen wurden 2 x 18 Spiele gespielt. Es geht lustig zu, jedenfalls bei den meisten Spielern. Es gibt auch ein paar ernste Menschen, die es ganz genau nehmen. Aber die sind in der Minderheit. Es waren heute nur Männer dabei, fast alle sind Rentner. Früher waren sie z.B.: Bauingenieur in der DDR, mit 59 Jahren nach der Wende früh verrentet; juristischer Berater bei der Bundeswehr, seine Frau Revisorin in der evangelische Kirche („ich sach immer, meine Frau ist der liebe Gott von den Pfarrern“); einer war 48 lang Eisenbahner in der DDR, keine Karriere, weil er der Stasi mal unangenehm aufgefallen war, zum Schluß, sportlicher Leiter seines Bezirks für die Reichsbahn; Sozialarbeiter in einem Heim für schwererziehbare Jugendliche in Berlin (der ist noch nicht verrentet) und dann der heutige Tagessieger, der immer in seinem Dorf mit den Bauern Skat spielt. Er war schon achtmal in Ahrenshoop (selber bezahlt), weil’s immer so schön ist, allerdings noch nie im Winter. Seine Kumpels aus der Umgebung von Hamburg kommen dann ihn besuchen und dann wird zusammen Skat gespielt. Morgen will er mir Zingst zeigen mit dem Auto, weil ich da noch nicht hingekommen bin. Finde ich sehr nett, denn er hat bestimmt was zu erzählen und kennt die Gegend. Gleitet wird das Skatturnier von einer resoluten, norddeutschen Blondine, die die Regeln erklärt und hinterher die Punkte zusammen rechnet. Sei weiß, die Männer zu nehmen und macht das auch schon seit Jahren. Notfalls spielt sie auch mit. Genau die richtige Frau für diesen Job.
Nebendran spielen die Frauen Rommé und wenn die Männer hoch verloren oder eine Grand-Hand gewonnen haben, laufen sie zu dem Frauentisch rüber und teilen ihren Kummer oder ihr Glück mit. Alles sehr freundlich und sehr menschlich. Für drei Stunden vergessen alle mal ihre Krankheiten und ihre Leiden. Ich werde immer mit „junger Mann“ angeredet und komme gut mit den Leuten aus. Aber insgesamt reicht es, es ist abends ansonsten wirklich nichts, nichts, nichts los. Und ich werde sehen, dass ich nach meiner letzten Anwendung am Samstag abfahren kann. Es ist jetzt wirklich genug.
Ansonsten gab es heute einen sportlich recht anspruchsvoller Vormittag, dann Mittagessen, dann Fango und Massage. Die Masseurin diskutiert mit mir immer über die Todesstrafe, wovon sie eine Verfechterin ist und ehrlich gesagt, fallen mir keine wirklichen Gegenargumente ein. Warum soll die Gesellschaft jemanden, der sich außerhalb der Gesellschaft gestellt hat und elementare Regeln gebrochen hat (Kindesmord) ein Leben lang durchfüttern? Ein heißes Eisen, ich weiß, vielleicht habe ich über diese Frage noch nicht genug nachgedacht. Meine Masseurin kommt jedenfalls jedes Mal darauf zurück. So vergeht die Zeit natürlich schnell. Auf jeden Fall tut die Massage sehr gut. Danach habe ich zwei Ausgaben der Süddeutschen gelesen und den Rest einfach geschlafen. Das heißt, Fernsehen habe ich auch gesehen, aber das ist nachmittags einfach nichts, was man lange ertragen kann. Insofern gibt es auch keine neuen Fotos, es sei denn von meinem Zimmer oder dem Skat und das beides nicht wirklich sehenswert.
Nebendran spielen die Frauen Rommé und wenn die Männer hoch verloren oder eine Grand-Hand gewonnen haben, laufen sie zu dem Frauentisch rüber und teilen ihren Kummer oder ihr Glück mit. Alles sehr freundlich und sehr menschlich. Für drei Stunden vergessen alle mal ihre Krankheiten und ihre Leiden. Ich werde immer mit „junger Mann“ angeredet und komme gut mit den Leuten aus. Aber insgesamt reicht es, es ist abends ansonsten wirklich nichts, nichts, nichts los. Und ich werde sehen, dass ich nach meiner letzten Anwendung am Samstag abfahren kann. Es ist jetzt wirklich genug.
Ansonsten gab es heute einen sportlich recht anspruchsvoller Vormittag, dann Mittagessen, dann Fango und Massage. Die Masseurin diskutiert mit mir immer über die Todesstrafe, wovon sie eine Verfechterin ist und ehrlich gesagt, fallen mir keine wirklichen Gegenargumente ein. Warum soll die Gesellschaft jemanden, der sich außerhalb der Gesellschaft gestellt hat und elementare Regeln gebrochen hat (Kindesmord) ein Leben lang durchfüttern? Ein heißes Eisen, ich weiß, vielleicht habe ich über diese Frage noch nicht genug nachgedacht. Meine Masseurin kommt jedenfalls jedes Mal darauf zurück. So vergeht die Zeit natürlich schnell. Auf jeden Fall tut die Massage sehr gut. Danach habe ich zwei Ausgaben der Süddeutschen gelesen und den Rest einfach geschlafen. Das heißt, Fernsehen habe ich auch gesehen, aber das ist nachmittags einfach nichts, was man lange ertragen kann. Insofern gibt es auch keine neuen Fotos, es sei denn von meinem Zimmer oder dem Skat und das beides nicht wirklich sehenswert.
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