12. Tag – Ruhe

Nordic-Walking, Hinweg im Ort
Ein ruhiger Tag ohne Besonderheiten. Ich absolviere mein durchaus anstrengendes Tagesprogramm, das bis 16 Uhr dauert. Erstmals benutzen wir in der Coronargruppe das Schwimmbad mit seiner 28-Meter Bahn. Nachmittags Tai Chi mit Entspannungsübungen, die wirksam sind und ein guter Abschluß des Tagesprogramms sind. An meinem Tisch sitzen jetzt eine ältere Musik-Pädagogin aus Rostock und ein älteres Ehepaar aus Hamburg. Wir unterhalten uns gepflegt über Reiseerlebnisse, Kinder und den Hamburger Fischmarkt. Abends kommt im NDR eine Reportage über den Fischmarkt, die ich mir dann auch anschaue. Aale, Aale heißt der Film. Er ist amüsant und gibt die vielen Aspekte des Fischmarkts von den Marktschreiern über den Hafen, die angrenzende Gastronomie, Fischverarbeitung (früher arbeiteten in den Altonaer Fischfabriken 15.000 Beschäftigte, meist Frauen), frühere Bahnverbindungen, die den Fisch ins Hinterland transportieren, die Nähe zur Reeperbahn, Stadtteilentwickl
ung usw. wieder.Gruppe, Rückweg am Strand
Dann der Aufreger des Tages, das Programm mit den Anwendunge der nächsten Woche wird an die Patienten verteilt. Bei mir ist neu fünfmal "Ernährungsberatung". Ich bin gespannt, was das bringen wird. Meine Erkrankung war ja eine Divertikulitis und die hängt mit Ernährung zusammen.
Nach "Aale, Aale" gegen 21.30 Uhr laufe ich noch in den Ort, aber erwartungsgemäß hält sich der Auftrieb in Grenzen. Im „Strandläufer“ sitzen drei Pärchen in trauter Zweisamkeit jeweils im Abstand von 10 Metern und die Bedienung tippt an ihrem Computer. Ich trinke ein Bier und laufe am Strand bei hellem Mondschein zurück, lese noch etwas und schlafe den Schlaf des gerechten Rekonvaleszenten.
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