Stefan in Ahrenshoop

Ahrenshoop Kur Ostsee Winter

Wednesday, January 11, 2006

10. Tag – Routine

Die Fotos von heute stehen in keinem Zusammenhang mit dem Text. Ich habe sie beim Walken aufgenommen und sie haben mir gefallen.

Ich habe den Eindruck, dass jetzt Gewöhnung im Kurbetrieb eintritt. Alles geht seinen geregelten Gang. Morgens 3 Anwendungen, nachmittags 2, dann bin ich erschöpft, aber auf angenehme Weise. Und dann kann ich ein Mittagsschläfchen halten. Man kennt den Ablauf, das Pflegepersonal und die Physiotherapeuten, weiß, wer in welcher Gruppe mit einem zusammen ist, hat die Essenzeiten im Blut und kann Neuankömmlingen erklären, wo es lang geht. Ich bin ein etablierter Patient.







Oft sind Fensterklappen sehr geschmackvoll angemalt






Das Buch „ Der Vorleser“ habe ich zu Ende gelesen. Ein absolut lesenswertes Buch, keine leichte Kost, obwohl es leicht geschrieben ist. Aber die Handlung beschäftigt einen. Und es sind einfach schöne Sätze drinnen. Beispiel: Der Erzähler in dem Buch stößt auf Frauen, die seine Geschichte nicht verstehen und dann sagt er: „So gab ich das Erzählen wieder auf. Weil die Wahrheit dessen, was man redet, das ist, was man tut, kann man das Reden auch lassen“.

Oder er beschreibt, wie er auf der Flucht vor seinen Erlebnissen, beruflich wechselt und mit angebotenen Stellen nicht zufrieden ist. „ ... der ersten Flucht folgte die nächste, als ich von der Universität an eine Forschungseinrichtung wechselte und dort eine Nische suchte und fand, in der ich meinen Interessen nachgehen konnte, niemanden brauchte und niemanden störte. Nun ist Flucht nicht nur weglaufen, sondern auch ankommen“.




Auch Haustüren werden gerne schön bemalt





Auch das Skatturnier heute Abend war Routine. Ich habe volles Risiko gespielt und verloren. Aber diese müden Pik und Herz Spiele, die man sicher gewinnt, sind auf die Dauer langweilig. So habe ich drei Spiele mit 59 oder 60 Punkten verloren (61 braucht man), aber es war wenigstens Pfeffer in den Spielen und ich habe keinen Kuli gewonnen. Was soll´s.







Ein blaues Haus










Samstag will ich Stralsund sehen und Sonntag Nachmittag hat mich eine Kollegin vom NDR-Landesfunkhaus Schwerin eingeladen, sie zu Hause zu besuchen. Sie wohnt auf dem Land in einem Dorf mit wenigen Häusern und will mir Hof und Kind zeigen.






Elisabeth von Eicken Haus
Wohnen Essen Kunst








Von Eicken war eine der Begründerinnen der Künstlerkolonie